Google Handys messen zukünftig Puls- und Atemfrequenz

Foto vom Google Pixel 5 aus dem Google Shop
Von den Gesundheitsfunktionen bei Google Fit war ich bislang wenig begeistert (siehe auch „Google Fit im Überblick – eine Alternative zu Apple Health“?). Lange Zeit war nur eine überschaubare Anzahl an smarten Gesundheitshelfern über Google Fit zu synchronisieren, auch nur wenige Fitnessfunktionen wurden konsolidiert. Das hat sich in letzter Zeit gebessert. Es wird Zeit, dass ich da mal in einem neuen Artikel genauer drauf schaue.

Heute geht es aber um die Pixel-Smartphones von Google, die Anfang März ein Software-Update bekommen. Mit diesem werden Gesundheitsfunktionen nachgerüstet, die mir die Hoffnung machen, dass auch Google sich weiter um den Gesundheits-Markt kümmert und seinen Einsatz in Google Fit vielleicht auch verstärkt.

Neue Funktionen zum Puls- und Atemfrequenzmessen

Ähnlich der im Artikel „Mit der Handykamera dem Schlaganfall vorbeugen“ beschriebenen Umsetzung der Pulsmessung mit dem Blitzlicht des iPhones und Photo-/Lichtsensoren, ergänzt Google diese Funktion nun per Software direkt auf den Pixel Handys (ohne einen Umweg über eine eigene App).

Ergänzt wird die Pulsmessung noch durch eine Atemfrequenzmessung. Diese erfolgt über die „Selfie-Kamera“ auf der Vorderseite des Handys. Dafür wird auf dem Display ein Bereich angezeigt, in den man den Oberkörper und Kopf bewegen muss. Die Atemfrequenz wird dann über die Beobachtung des Hebens und Senkens des Brustkorbs des Nutzers gemessen.

Die gemessenen Daten werden in Google Fit konsolidiert. Allerdings ist die zu erwartende Genauigkeit nur gering. Aktuell wird darauf hingewiesen, dass die Daten nicht für medizinische Zwecke verwendet werden können, sondern nur der Fitness-Protokollierung dienen sollen.

Die Funktionen sollen im März auf die Google Pixel Smartphones kommen. Andere Android Handys, so ist zu hören, werden sie später ebenfalls nutzen können.

Mein Fazit

Dass die Atemfrequenz-Messung mit der Methode der Messungen der „Brustkorbbewegungen“ nicht sonderlich genau ist, leuchtet mir ein. Bei der Pulsmessung macht das iPhone vor, dass man mit der vorhandenen Hardware – beispielsweise durch die App Preventicus Heartbeats – verlässliche, belastbare Ergebnisse erzielen kann. Schade, dass das bei den Google Pixel Geräten nicht zu gelingen scheint.

Dennoch spannend zu beobachten, wie derzeit smarte Uhren, wie in diesem Beispiel aber auch Handys mit Gesundheitsfunktionen aufgerüstet werden und sich mehr und mehr zum Frühwarngerät für die eigene Gesundheit entwickeln.

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